Ost Sächsischer Sport Verein Zittau e.V. –> kurz: OSV Zittau

02763 Zittau / Sa  Herwigsdorfer Straße 6   Abt.Kegelbillard


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1 ALLGEMEIN

(1)       Die aufgeführten Normen und Wettkampfregeln gelten für die Disziplin Eurokegel.

(2)       Sie sind bei allen Meisterschaften und Turnieren anzuwenden.

(3)       Ziel dieses Regelwerkes ist die Anerkennung einer Kegel-Disziplin auf dem kleinen Billard innerhalb Europas, um somit internationale Wettkämpfe zu ermöglichen.

(4)       Dabei sollen keine bestehenden Kegel-Disziplinen der nationalen Billard-Verbände abgeschafft oder verändert werden. Eurokegel ist als internationale Variante bzw. Ergänzung zu diesen zu betrachten.

 



2 RICHTLINIEN FÜR DEN SPIELBETRIEB

2.1 Spielmaterial

2.1.1 Billard, Banden, Tuch

(1)       Das Billard ist ein Tisch, dessen Oberfläche rechteckig, absolut eben und horizontal sein muss. Die Standsicherheit, auch bei An- und Auflegen des Sportlers muss gewährleistet sein.

(2)       Die Spielfläche besteht aus Schiefer- oder Marmorplatten (jeweils maximal 3-teilig), deren Stärke mindestens 20 mm betragen muss.

(3)       Die Begrenzung der Spielfläche besteht aus Karambolbanden (Profil 79, Schurhärte 40), die aus Gummi hergestellt sind und deren Kantenhöhe 37 mm beträgt. Eine Toleranz von ± 1 mm ist zugelassen. In den Banden bestehen keinerlei Löcher.

(4)       Die Größe der freien Spielfläche innerhalb der Banden beträgt 210 x 105 cm. Eine Toleranz von ± 5 mm ist zugelassen.

(5)       Die Gummibanden sind auf ihrer gesamten Länge an einem äußeren Rahmen befestigt, dessen Mindestbreite 12,5 cm beträgt und dessen Oberfläche vollständig glatt und in einer einheitlichen Farbe gehalten ist. Eine Toleranz von ± 1 mm ist zugelassen.

(6)       Die Oberfläche, die die Banden einschließt, sollte über nicht zu entfernende „Diamanten“ verfügen, die in regelmäßigen Abständen entsprechend 1/8 der Länge der Spielfläche angebracht sind. Das Anbringen von Werbung oder irgendeiner anderen Angabe auf der Oberfläche des Rahmens, der die Banden umschließt, ist untersagt.

(7)       Die Tücher, mit welchen Banden und Spielfläche bezogen werden, müssen zu Turnierbeginn mangelfrei, von gleicher Qualität und in einer genehmigten Farbe sein. Sie müssen maximal falten- und hindernisfrei auf der Spielfläche und den Banden gespannt sein.

(8)       Die Höhe des Billards, gemessen vom Boden bis zur Oberkante des Rahmens, muss zwischen 70 und 85 cm liegen.

(9)      Die für ein offizielles Turnier vorgesehenen Billardtische sollten über eine elektrische Beheizung verfügen, die das Eindringen von Feuchtigkeit in die Schieferplatten und Tüchern verhindert. Diese Beheizung wird mittels Thermostat geregelt, vor Turnierbeginn eingeschaltet und während der gesamten Dauer des Turniers nicht ausgeschaltet, um den bestmöglichen Lauf der Bälle zu garantieren

 


2.1.2 Bälle und Kegel

(1)       Zulässig sind Carambol-Bälle, die aus anerkanntem Material bestehen und absolut rund sein.

(2)       Ein Satz Bälle besteht aus:

       einem weißen Ball

       einem markierten weißen Ball oder einem gelben Ball

       einem roten Ball   

       Die beiden weißen Bälle oder der weiße und gelbe Ball können mit besonderen Markierungen (rote Punkte) versehen sein, welche die Rotation besser sichtbar machen.

(1)       Der Durchmesser der Bälle beträgt 61,5 mm. Innerhalb eines Ballsatzes ist eine Toleranz von ± 0,1 mm zulässig.

(2)       Das Gewicht eines Balles muss zwischen 205 und 220 Gramm betragen. Der Masseunterschied zwischen dem schwersten und leichtesten Ball eines Satzes darf 2 Gramm nicht überschreiten.

(3)       Die 5 Kegel bestehen aus hellem Holz. Einer dieser Kegel ist farbig markiert oder aus einem dunkleren Holz hergestellt. Die Abmessungen der Kegel sind in Anlage 2 dargestellt. 


2.1.3 Aufsetzmarkierung

(1)       Die Stellen, an denen die Bälle oder Kegel am Anfang der Partie oder in deren Verlauf, wenn es die Regeln vorschreiben (Vorteil), stehen müssen, werden Aufsetzmarkierungen oder Aufsetzpunkte genannt.

(2)       Diese Stellen werden mit Kreide-Stift oder Tinte so fein wie möglich gezeichnet.  

(3)       Die Lage der Aufsetzmarkierung ist in Anlage 1 angegeben. 


2.1.4 Billardqueue, Auflagerechen, Kreide

(1)       Mit einem Billardqueue, bestehend aus Holz oder einem anderen Material, werden die Bälle in Bewegung gesetzt. Das Billardqueue kann aus einem einzigen Stück bestehen oder aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein. An der schmaleren Queuespitze muss es mit einer dünnen, runden, belederten Fläche (Pomeranze) versehen sein. Nur allein mit dieser Pomeranze darf der Sportler beim Stoß den Ball berühren. Der Sportler benutzt ein oder mehrere Queues seiner Wahl und bestimmt dabei selbst über die Länge, das Gewicht und den Durchmesser.

(2)       Der Sportler hat das Recht, sich eines Auflagerechens (Hilfsqueue) zu bedienen. Der Auflagerechen ist dafür bestimmt, die Hand in schwer einzunehmenden Positionen zu ersetzen.

(3)       Die Kreide darf die Spielfläche und die Bälle nicht übermäßig beschmutzen.

(4)       Der Ausrichter eines Turniers / einer Meisterschaft ist berechtigt, die Nutzung von Kreide, die das Billardtuch übermäßig beschmutzt, zu untersagen.

2.1.5 Beleuchtung

(1)       Die Beleuchtung des Billardtisches soll auf der gesamten Spielfläche gleichmäßig ca.520 Lux betragen.

(2)       Die Beleuchtung ist so anzubringen, dass der Sportler beim Spielen nicht behindert wird und bei normalem Spielablauf nicht geblendet wird.

(3)       Der Abstand zwischen Spielfläche und Beleuchtung muss mindestens 1,0 m betragen.

(4)       Der Spielraum darf nicht ganz verdunkelt sein und muss so beleuchtet sein, dass Zuschauer problemlos sehen können. 


2.2 Spielkleidung

(1)       Bei allen Veranstaltungen müssen die Teilnehmer in der jeweils vorgeschriebenen Kleidung, die ständig sichtbar getragen werden muss, antreten.

Sie besteht aus:

a)     Oberbekleidung (Poloshirts / Oberhemden, ggf. mit Weste / für Sportlerinnen auch Blusen) in beliebiger Farbe mit Vereinsemblem, die mindestens kurzärmelig sein muss

b)     langer schwarzer Stoffhose (Anzugshosen / einfarbige Jeans oder Cordho-sen) oder für Sportlerinnen auch mindestens knielanger schwarzer Stoffrock

c)     schwarzen Schuhen (klassische, konventionelle Herren- bzw. Damenschuhe / elegante Sportschuhe aus Leder oder lederähnlichem Material)

d)     schwarzen Socken und wenn gewünscht, schwarzem Gürtel 

 

Alle sichtbaren Kleidungsstücke müssen sauber, gepflegt und in einem guten Zustand sein. Ist sich ein Sportler über die Zulässigkeit seiner Kleidung unsicher, muss er vor Beginn seines Spiels die Turnierleitung konsultieren, um eine Klärung herbei zu führen

(1)       Bei einzelnen Turnieren kann eine besondere, der Veranstaltung angemessene Kleidung vorgeschrieben werden. Die Art der Spielkleidung muss den Teilnehmern in diesem Fall mit der Ausschreibung mitgeteilt werden.

(2)       Für Sportler mit Körperschäden und für werdende Mütter, die aufgrund ihrer körperlichen Verfassung nicht in der vorgeschriebenen Kleidung antreten können, ist (gegebenfalls nach Vorlage eines ärztlichen Attestes) eine Sondergenehmigung durch die Turnierleitung zu erteilen. Gleiches gilt bei eventuellen Härtefällen (z.B. bei verlorenem Reisegepäck).

 

(3)       Für Mannschaften ist es vorgeschrieben, dass alle Sportler der Mannschaft in einheitlicher Kleidung antreten. Vor Spielbeginn müssen alle Sportler, die in der Mannschaftsbegegnung eingesetzt werden sollen, in der vorgeschriebenen Kleidung zur Begrüßung anwesend sein. 


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ZWECK DES SPIELS, DIE PARTIE

(1)

Der Zweck des Spiels besteht darin, die festgelegte Anzahl von Punkten zu erreichen. Der Sportler, der diese bestimmte Distanz als erster erreicht, gewinnt die Partie. Wenn mit dem letzten Stoß die Distanz überspielt wird, ist die Punktzahl auf die Distanz zu reduzieren. Die zu erreichende Punktzahl kann entweder in einem einzigen Satz oder in mehreren Sätzen (ungerader Anzahl) ausgespielt werden.

(2)

Die Sportler spielen auf einem Tisch gegeneinander.

(3)

Der Sportler erhält Punkte, wenn ein Stoß regelkonform ausgeführt worden ist und wenn Punkte erzielt worden sind. Hat der Sportler einen Fehler begangen, so erhält er Fehlerpunkte, die seinem Gegner als Punkte gutgeschrieben werden.

(4)

Ein Stoß ist regelkonform, wenn der Sportler mit seinem Spielball den Ball des Gegners auf direktem Weg oder über Vorbande zuerst trifft und dabei keine Fehler (siehe Tz. 4) begangen wurden.

4

KORREKTER STOß

 

Ein Stoß gilt als korrekt, wenn der Spielball den Gegnerball zuerst oder mit Vorbande direkt trifft und die Position, in der sich die Bälle zum Stoßbeginn befinden, zulässig ist. Zu beachten sind die Erklärungen unter 7.1 (Stoß) sowie 7.5 (Durchstoß / Press liegenden Bälle).